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Dr Phillipp Stolper

Dr. Philipp Stolper

Abteilung
Material & Umwelt

E-Mail
stolper@fogra.org

Telefon
+49 89. 431 82 - 354

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Abgeschlossene Forschungsprojekte

30.028
Recyclierbarkeit von Druckprodukten auf Basis von UV-härtenden Druckfarben

Förderung:
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Programm zur Förderung der „Industriellen Gemeinschaftsforschung“ [IGF] über die AiF
Partner: Forschungsinstitut für Pigmente und Lacke e.V., Stuttgart

Das Forschungsprojekt hatte das Ziel, das Recyclingverhalten von UV-Druckfarben zu analysieren und zu verbessern. Mit den Untersuchungen soltel herausgearbeitet werden, welche Parameter das Deinking von UV-gehärteten Drucken auf Papier bestimmen und welche prinzipiellen Unterschiede zwischen einzelnen Farbsystemen bestehen. Damit wurden Erkenntnisse gewonnen , wie sich diese Parameter auf das Deinking auswirken. Um das Projekt erfolgreich bearbeiten zu können, war die Kooperation zweier Forschungsinstitute notwendig. Die Fogra Forschungsgesellschaft Druck e.V. verfügt über das notwendige Know-how in den Fachgebieten Drucktechnik und Deinking. Das Forschungsinstitut für Pigmente und Lacke e.V. [FPL] verfügt über die erforderlichen Kenntnisse in der Polymerchemie und zur Formulierung von Druckfarben.

 

30.029
Beeinflussung der Polymerisation von UV-härtenden Druckfarben durch Zugabe von RAFT-Agenzien zur Verbesserung der Rezyklierbarkeit von Druckprodukten

Förderung:
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Programm zur Förderung der „Industriellen Gemeinschaftsforschung“ (IGF) über die AiF
Partner: Universität Göttingen

Druckprodukte mit UV-Farben gelten als schlecht deinkbar. Das Projekt soll aufzeigen, inwieweit es möglich ist, durch die Zugabe von speziellen Substanzen (RAFT-Agenzien) die Kettenlänge der bei der UV-Härtung entstehenden Polymerisate zu steuern, ohne an Empfindlichkeit zu verlieren. Gelingt dies, so ist eine deutlich verbesserte Recyclingfähigkeit dieser Druckprodukte erreichbar. Im Moment ist es abzusehen, dass die Produktionskapazitäten für Druckprodukte mit UV-Härtung in den nächsten Jahren deutlich ansteigen werden. Damit ist hier eine schnelle Lösung erforderlich. Für die in diesem Projekt geplanten Untersuchungen wurde ein GPC-Chromatographen eingesetzt. Er liefert Strukturaussagen, die mit anderen Untersuchungsverfahren nicht zu erhalten sind.

 

30.034
Entwicklung eines Qualitätssicherungssystems für die Herstellung von mineralölfreien Lebensmittelverpackungen

Förderung:
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Programm zur Förderung der „Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF)" über die AiF
Partner: FABES GmbH, München

Die wirtschaftlichen Auswirkungen einer Rückrufaktion für kontaminierte Lebensmittel sind enorm. Im Projekt soll ein kostengünstiges, schnelles und produktionsbegleitendes Kontrollverfahren für die Mineralölfreiheit von Lebensmittelverpackungen entwickelt werden. Dieses Verfahrens soll anschließend zur Qualitätssicherung in den Druckbetrieben und der Zuliefererkette für die Herstellung von mineralölfreien Lebensmittelverpackungen genutzt werden können. Das im Projekt zu entwickelnde Verfahren soll dem neuesten Stand der chemisch/physikalischen Analysentechnik entsprechen und hinsichtlich aller denkbarer Einfluss- oder Störgrößen untersucht werden. Ein Teil der Untersuchung (Projektteil der FABES) soll nachweisen, dass das neue Verfahren in der Lage ist, die mit der gegenwärtig üblichen Messtechnik erzielten Resultate zu ergänzen bzw. bei speziellen Anwendungen zu ersetzen.

 

32.154
Vermeidung von Geistern im Rollenoffsetdruck durch ­Verminderung von Ablagerungen auf Drucktüchern

Förderung:
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Programm zur Förderung der „Industriellen Gemeinschaftsforschung“ [IGF] über die AiF

Im Rahmen dieser Forschungsarbeiten sollten Kenntnisse zu Wechselwirkungen zwischen Feuchtmitteln und Druckfarben, zwischen Drucktüchern und Papier sowie zwischen Feucht­mitteln und Papier mit dem Ziel erarbeitet werden, Ablagerungen auf Drucktüchern zu begrenzen und damit die Entstehung von Geisterbildern im Rollenoffset-Heatsetdruck zu verhindern bzw. zu minimieren.
Es wurde geprüft, inwieweit folgende Aspekte die Neigung zum Aufbauen auf Drucktüchern und damit das Geistern verringern:
Papiere mit hoher mechanischer Oberflächenfestigkeit gegenüber Drucktuchmaterialien
Papier-Feuchtmittel-Kombinationen mit schneller Feuchtmittelpenetration
Druckfarbe-Feuchtmittel-Kombinationen mit geringer Druckfarbenextraktion durch das Feuchtmittel
Druckfarbe-Feuchtmittel-Kombinationen mit niedriger Zügigkeit und großer Konstanz der Tonwertzunahme bei erhöhtem Feuchtmittelgehalt
Weiterhin wurde untersucht, inwieweit die definierte Erhöhung der Feuchtmittelführung tatsächlich zu höherem Feuchtmittel-eintrag in das Papier führt und ob diese Größe zur Steuerung einer Druckauflage im Hinblick auf die Minimierung des Auftretens von Geistern im Rollenoffsetdruck durch Abwaschen von Ablagerungen auf dem Drucktuch geeignet ist. Hierbei wurden simultan die Auswirkungen auf die Tonwertzunahmen in nicht vom Geistern betroffenen Rasterarealen dokumentiert und bewertet.

 

32.169
Reduzierung von „Picture Framing" im Bogenoffsetdruck durch gezielte Wahl der Material- und Anwendungsparameter

Förderung:
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Programm zur Förderung der „Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF)" über die AiF

Die häufig als „Picture Framing" bezeichneten Ablagerungen außerhalb des Papierformats beeinträchtigen mittlerweile viele Bogenoffsetdruckereien. Die Partikel können zu einem unerwünschten Aufbauen auf dem Drucktuch sowie dem Gegendruckzylinder führen. Durch die dadurch notwendigen Waschvorgänge wird die Wirtschaftlichkeit der Druckproduktion deutlich eingeschränkt. Geeignete Lösungsvorschläge bzw. Präventionsmaßnahmen existierten bisher jedoch nicht. Deshalb blieb betroffenen Druckereien nur die Möglichkeit, mittels Probieren individuell herauszufinden, welche Materialkombinationen und Maschineneinstellungen sich als günstig erweisen.
Das Ziel des Forschungsvorhabens lag in der Erlangung eines besseren Verständnisses für die Entstehungsmechanismen des „Picture Framing". Durch die Identifizierung der wesentlichen Einflussparameter und deren messtechnische Bestimmung sollten gezielt Abhilfemaßnahmen etabliert werden. Besonderes Augenmerk sollte dabei auf den Feuchtungshaushalt gelegt werden, der erstmals auf detaillierte Zusammenhänge mit dem Phänomen geprüft wurde. So war davon auszugehen, dass es sich hierbei um eine Schlüsselgröße sowohl in Bezug auf die Entstehung als auch auf eine mögliche Reduzierung des störenden Aufbaus handelt.
Es zeigte sich, dass die auf der Druckplatte und in der Druckfarbe vorhandene Feuchtmittelmenge eine große Auswirkung auf die Ausprägung des Picture Framing besitzt. Je höher sie ist, desto geringer fällt in der Regel der Aufbau aus. Deutlichen Einfluss nehmen auch die Druckfarben und die Druckplatten. Während bei den Druckfarben die Viskosität die entscheidende Eigenschaft darstellt, konnte bei den Druckplatten kein spezifischer Parameter ausgemacht werden. Des Weiteren verringert sich das Picture Framing durch die Deaktivierung des "Vario" und das Abstellen der Brückenwalze im Farbwerk.

Kontakt: Jürgen Gemeinhardt

 

40.063
Simulationsgestützte Strichkonzepte zur Bedruckbarkeitsverbesserung gestrichener Papiere bei Kombination von Offset- und Flexodruck mit Inkjetdruck

Förderung:
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Programm zur Förderung der „Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF)" über die AiF
Partner: Papiertechnische Stiftung (PTS)

Heutige Papierstriche sind nicht in der Lage, die unterschiedlichen Arten und Mengen an flüssigen Bestandteilen von Offset-, Flexo- und Inkjetdruckfarben in den erforderlichen, optimalen Zeitintervallen aufzunehmen und damit eine schnelle Trocknung und eine hohe Druckqualität sicherzustellen. Ungeklärt ist in diesem Zusammenhang, mit welchen Strichstrukturen Verbesserungen erzielbar sind und mit welchem Aufwand sich Qualitätsvorteile im Druck erreichen lassen.
Ziel dieses Gemeinschaftsprojektes mit der Papiertechnischen Stiftung war die Entwicklung von zukunftsweisenden Konzepten für den Strichaufbau von gestrichenen Papieren zur Verbesserung der Be- und Verdruckbarkeit bei der gleichzeitigen Anwendung mehrerer Druckverfahren. Da die durchgeführten Druckversuche an Flexodruckmaschinen und entsprechenden Laboreinrichtungen nicht zum gewünschten Ergebnis führten, beschränkte sich das Projekt letztendlich auf den Inkjetdruck in Verbindung mit dem Offsetdruck.
Anhand der Ergebnisse von umfangreichen Druck- und Laborversuchen mit Praxispapieren wurden gezielt Streichfarben entwickelt und handgestrichene Papiermuster hergestellt. Diese wurden einem erneuten Versuchsprogramm unterworfen, welches wiederum in eine Auswahl für Pilotpapiere an einer Laborstreichmaschine der Papiertechnischen Stiftung mündete. Das Projekt führte schließlich zu einem Konzept, wie gestrichene Offsetpapiere modifiziert werden können, um die Inkjetbedruckbarkeit zu verbessern.

Kontakt: Jürgen Gemeinhardt

 

42.023
Geistern im Bogenoffsetdruck: Substrateinflüsse, Kinetik und messtechnische Beschreibung

Förderung:
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Programm zur Förderung der „Industriellen Gemeinschaftsforschung“ [IGF] in der Variante Zutech über die AiF

Die Arbeiten stellen eine Fortsetzung des abgeschlossenen Forschungsprojekts 50.035 dar und widmeten sich insbesondere dem Einfluss des Papiers auf die Ausprägung des Geisterns. Hierzu fand die Herstellung von Papieren mit definiert variierten Zusammensetzungen im Labor in kleintechnischem Maßstab statt. Diese Proben konnten anschließend realistisch mit einer Labormethode untersucht werden.
Es erfolgte die Einbeziehung von Naturpapieren und Folien. Weiterhin wurde untersucht, inwieweit Geistern im Bogenoffsetdruck mit Hilfe winkelvariabler Glanzmessung oder anderweitig messtechnisch beschrieben werden kann. Neben schwarzen Druckfarben wurden auch bunte Skalendruckfarben getestet.
Für Zwecke der Zertifizierung wurden Referenzmaterialien [Druckfarben und Substrate] identifiziert bzw. entwickelt.
Es wurden chemisch-analytische Untersuchungen zur Kinetik der Aldehydfreisetzung aus trocknenden Offsetdruckfarben vorgenommen.

 

42.025
Modellierung des Dimensionsverhaltens von hochwertigen Offsetpapieren bei Bedruckung

Förderung:
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Programm zur Förderung der „Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF)" über die AiF
Partner: Papiertechnische Stiftung (PTS)

Aufgrund von Papierdehnungen während der Bedruckung ist es im Offsetdruck oft nicht möglich, über das komplette Druckformat einen zufriedenstellenden Passer einzuhalten. Folglich können Substrat-Blitzer, Farbsäume oder unerwünschte Farbschwankungen beim Übereinanderdruck entstehen. In Zusammenarbeit mit der Papiertechnischen Stiftung sollte deshalb eine Modellierung des Dimensionsverhaltens von Bilderdruckpapieren im Bogenoffsetprozess auf der Basis der physikalischen Eigenschaften der Papierschichten erfolgen. Die Untersuchungen konzentrierten sich auf die Einflüsse der Feuchtmittelaufnahme, da die Einbeziehung der gesamten mechanischen Eigenschaften den Projektrahmen gesprengt hätte.
Die Vorgänge in den Schichtstrukturen während der Bedruckung (z. B. E-Modul-Änderungen und Dehnungen nach kurzzeitiger Befeuchtung) wurden anhand von Laborversuchen erfasst und physikalisch modelliert. Dabei konnten die für das Dimensionsverhalten wesentlichen Parameter herausgestellt und Vorgaben für verbesserte und realisierbare Papierstrukturen formuliert werden.
Zusätzlich erfolgten umfangreiche Testdrucke an einer Bogenoffetdruckmaschine. Es zeigte sich, dass die Papierdehnungen von Druckwerk zu Druckwerk zunehmen. Diese fallen mit zunehmendem Abstand von der Greiferkante größer aus. Die Dimensionsänderungen treten vor allem bei niedrigen flächenbezogenen Massen der Papiere in Erscheinung. Einen wesentlichen Einfluss auf das Ausmaß stellt die Farbbelegung der zu druckenden Form dar.

Kontakt: Jürgen Gemeinhardt

 

42.026
Entwicklung geeigneter Testmethoden für eine bessere Kommunikation zwischen Drucker, Papier- und Druckfarbenlieferanten (PrintIP)

Förderung:
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Programm zur Förderung der „Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF)" im Rahmen des Cornet-Programms über die AiF
Partner: PTS, Aido, Celabor, VIGC

Zuverlässige Prüfungen der Be- bzw. Verdruckdruckbarkeit von Papieren und Druckfarben im Offsetdruck sind durch Versuche an Auflagendruckmaschinen möglich. Derartige Versuche sind sehr aufwändig. Zu vereinfachten Prüfungen im Labor sind verschiedene Bedruckbarkeitsprüfgeräte bzw. Probedruckgeräte kommerziell verfügbar. Ringversuche mit verschiedenen Bedruckbarkeitstests haben in der Vergangenheit nicht nur große Streuungen der Ergebnisse gezeigt, sondern partiell auch unterschiedliche Rangfolgen bei Papieren und Druckfarben ergeben. Damit eignen sich Labortests momentan nur bedingt zur unabhängigen, zuverlässigen und vollständigen Vorhersage von Bedruckbarkeitseigenschaften im Offsetdruck. Zur verbesserten Kommunikation innerhalb der Wertschöpfungskette Papier und Druck ist jedoch die Qualifizierung verschiedener Labormethoden zur Bedruckbarkeitsprognose ausgesprochen wünschenswert.
Dieses europäische Gemeinschaftsprojekt unter Teilnahme deutscher, spanischer und belgischer Konsortialpartner sollte mit der Unterstützung der Geräteanbieter prüfbau und IGT und der europäischen Verbände INTERGRAF (Druckindustrie) und CEPI (Papierindustrie) die Labormethoden zur Prüfung von Rupfen, Wegschlagen und Mottling soweit weiterentwickeln, dass vergleichbare Ergebnisse in verschiedenen Labors zuverlässig erreicht werden können. Dazu erfolgte die detaillierte Identifizierung und Untersuchung der Einflussfaktoren und die Quantifizierung der Auswirkungen von Parameteränderungen auf die Prüfergebnisse. Marktrelevante Druckfarben und Papiere wurden vergleichenden Untersuchungen nach diesen drei Labormethoden und Auflagendruckversuchen unterzogen, um Anforderungen des Auflagendrucks in notwendige Prüfergebnisse bei Labortests überführen zu können.

Kontakt: Uwe Bertholdt

 

42.027
Überarbeitung der Norm ISO 2846-1 zur Prüfung der Farbe und Transparenz von Druckfarben als Basis des Standardisierungskonzepts für den Offsetdruck

Förderung:
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Programm zur Förderung der „Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF)" über die AiF

Die Standardisierung des Offsetdrucks erfordert, neben der Kenntnis des Papierfarborts und der Tonwertzunahmen bei definierten Druckbedingungen, Aussagen zur Volltonfärbung der Prozessdruckfarben. Das Erreichen der Volltonfärbungen von Schwarz, Cyan, Magenta und Gelb wird durch die Verwendung bestimmter Druckfarben sichergestellt. Die Anforderungen an diese Vierfarbsätze sind in der Norm ISO 2846-1 definiert. Die Prüfung auf Normkonformität erfolgt mit Hilfe von Probedruckgeräten auf dem Referenzsubstrat APCO II/II. Dieser Bedruckstoff wurde bisher nur von einem Papierhersteller angeboten, der die Herstellung Mitte 2009 eingestellt hat.
Das Ziel des Forschungsprojekts bestand darin, die internationalen Normungsaktivitäten für die notwendige Revision der ISO 2846-1 zu unterstützen und die wissenschaftliche Basis zu bilden. Dies betrifft die Schaffung der Grundlagen zum Ersatz des bisher vorgeschriebenen Referenzsubstrats, die Verbesserung der Testmethode zur Transparenzbestimmung und die Entwicklung von Kenngrößen für den Glanz von Druckfarben als bedruckstoffunabhängige Materialgröße. Für die Untersuchungen wurde eine umfangreiche Auswahl an internationalen Papieren und Druckfarben herangezogen.
Es zeigte sich, dass die Farbänderungen, die sich bei vollflächigen Probedrucken durch einen Substratwechsel ergeben, entscheidend von der Färbung und dem Glanz des Bedruckstoffs abhängen. Aber auch die Transparenz der zugrundeliegenden Druckfarbe und die Änderung des Druckglanzes haben einen Einfluss. Es wurde eine Umrechnungsvorschrift erarbeitet, mit der die Sollfarborte der Norm auf andere Bedruckstoffe umgerechnet werden können. Diese bezieht sich auf den Durchschnitt über alle eingesetzten Druckfarben. Bei der Transparenzbestimmung konnte weiterhin ein störender Einfluss des Druckglanzes festgestellt werden, der durch eine geeignete Beschränkung des Glanzbereichs für Testsubstrate verringert werden kann.

Kontakt: Jürgen Gemeinhardt

 

42.028
Modellierung des drucktechnischen Verhaltens im Bogenoffsetdruck auf Basis der messbaren Papiereigenschaften

Förderung:
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Programm zur Förderung der „Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF)" über die AiF
Partner: Bundesverband Druck und Medien e.V.

Im Rahmen des Forschungsvorhabens sollten die papierseitigen Einflussfaktoren auf die Volltonfärbung und die Tonwertzunahmen genau identifiziert und als Vorschlag zur Aufnahme in die ISO 15397 eingebracht werden. Diese Norm legt die zwischen Hersteller und Druckerei zu kommunizierenden Papiereigenschaften fest und ermöglicht somit eine Art Eingangskontrolle, mit der potenzielle Druckprobleme bereits im Vorfeld erkannt werden können. Durch eine Quantifizierung der Zusammenhänge sollten weiterhin gezielte Voreinstellungen der Maschine in Bezug auf die Volltonfärbung sowie gezielte Anpassungen der Tonwertzunahmen im CtP-RIP in Abhängigkeit des verwendeten Papiers ermöglicht werden.
Für die Untersuchungen wurde eine Auswahl an 50 Bedruckstoffen getroffen. Hierbei handelt es sich um glänzend und matt gestrichene Papiere, ungestrichene Papiere, Faltschachtelkartons und eine Kunststofffolie. Diese wurden unter identischen Druckbedingungen mit einer konventionellen Druckfarbe an der Bogenoffset-Druckmaschine der Fogra angedruckt. Parallel dazu erfolgte eine umfangreiche labortechnische Charakterisierung.
Für gestrichene Papiere konnte ein Zusammenhang zwischen der Volltondichte einerseits sowie dem Glanz und dem Porenvolumen andererseits hergestellt werden. Demnach fallen die Dichten umso größer aus, je höher der Glanz und das Porenvolumen sind. Anstelle des Porenvolumens stellen die Sauggeschwindigkeit bei ungestrichenen Papieren und die Ölaufnahme bei Faltschachtelkartons die entscheidenden Parameter dar. Weiterhin konnte nachgewiesen werden, dass die Volltondichten am Probedruckgerät und an der Druckmaschine identisch ausfallen, wenn in beiden Fällen die gleiche Farbmenge auf den Bedruckstoff übertragen wurde. Somit erscheint die Etablierung der Ergiebigkeit am Probedruckgerät als neuer Materialkennwert sinnvoll.
In Bezug auf die Tonwertzunahmen bei einer einheitlichen Farbschichtdicke wurde ein linearer Zusammenhang mit dem Glanz und der Ölaufnahme festgestellt. So fallen die Tonwertzunahmen bei gestrichen Papieren und Faltschachtelkartons umso größer aus, je höher der Glanz und je niedriger die Ölaufnahme ist. In Bezug auf die Ölaufnahme verhalten sich ungestrichene Papiere gegenläufig. Ausgehend von den Ergebnissen bei einer bestimmten Schichtdicke besteht eine Proportionalität zwischen der Tonwertzunahme und der Volltondichte.

Kontakt: Jürgen Gemeinhardt

 

50.039
Material-, Verfahrens-, Veredelungs- und Klimaeinflüsse auf die Ausprägung von Metallic-Effekten im Druck

Förderung:
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Programm zur Förderung der „Industriellen Gemeinschaftsforschung“ (IGF) über die AiF

Es wird der Einfluss von typischen Substraten, unterschiedlichen Metallic-Pigmenten, unterschiedlichen Druckfarben-Bindemitteltypen und Lackierungen auf die Ausprägung von metallischen Effekten in verschiedenen Druckverfahren und die Alterungsbeständigkeit bei Klimaänderungen untersucht. Das beantragte Forschungsvorhaben ist Bestandteil einer konzertierten Aktion der Fogra zur Untersuchung von Problemstellungen rund um Metalliceffekte und widmet sich speziell den Aspekten von Material- und Verfahrenseinflüssen.
Ziel ist, für definierte Niveaus des metallischen Effektes Material-/Druckverfahrens-/Veredelungskombinationen für die drucktechnische Umsetzung angeben zu können, die Druckeinkäufern eine unabhängige Auswahl gestatten. Dabei sollen Möglichkeiten und Grenzen der einzelnen Druckverfahren und Veredelungsmöglichkeiten identifiziert werden. Der zu erwartende Rückgang des metallischen Effekts bei Lackierungen wird ebenso dokumentiert wie die damit erzielbaren Verbesserungen der Scheuerfestigkeit. Die Ursachen mangelnder Haftung zwischen metallpigmentierten Druckfarbenschichten und Lackfilmen werden erforscht und Wege zu ihrer Vermeidung aufgezeigt. Es wird ein Musterbuch der mit unterschiedlichen Substraten, Metallic-Pigmenten, Druckfarbenbindemitteln und Druckverfahren erzielbaren metallischen Effekte und ihrer messtechnischen Beschreibung erstellt. Der Einfluss des Klimas auf die Pigmentkorrosion wird untersucht und Richtlinien für die Vermeidung derartiger Veränderungen werden erarbeitet. Die Übertragbarkeit der in der Automobilindustrie entwickelten Farbabstandsbewertungen bei Metallic-Oberflächen in die Druckindustrie wird geprüft.

 


50.040
Ersatz von Quecksilber-Mitteldruckstrahlern in UV-Härtungsanlagen durch UV-LEDs

Förderung:
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Programm zur Förderung der „Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF)" über die AiF
Partner: Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Stuttgart

Das Forschungsergebnis ist die Klärung der Ursachen für Unterschiede in der Farbhaftung von UV-Druckfarben bei der Verwendung von UV-LEDs an Stelle von Quecksilber-Mitteldruckstrahlern und die Zuordnung der Haftungsdifferenzen zu bestimmten Einflussgrößen, die bei der zukünftigen Farbentwicklung beachtet werden können, um damit schneller eine größere Vielfalt von Farbsystemen für UV-LEDs auf den Markt zu bekommen.

 

60.055
Methodenentwicklung zur Überwindung fluoreszenzbedingter Abweichungen zwischen Prüf- und Auflagendrucken

Förderung:
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Programm zur Förderung der „Industriellen Gemeinschaftsforschung“ (IGF) über die AiF
Partner: Papiertechnische Stiftung (PTS)

Das Forschungsziel dieses Gemeinschaftsprojektes mit der Papiertechnischen Stiftung (PTS) besteht in der Entwicklung einer pragmatischen, in der Druckindustrie schnell einführbaren Methode zur Überwindung von fluoreszenzbedingten visuellen Differenzen zwischen aufhellerfreien Proofs und Auflagendrucken auf optisch aufgehellten Papieren. Hierzu sollen Anweisungen für die Erstellung von Prüfdrucken erarbeitet werden, die bei Abmusterung in ISO 3664:2009-konformen Kabinen eine messtechnische und visuelle Übereinstimmung ermöglichen. Hierzu soll auch die Haltbarkeit von optisch aufgehellten Proofpapieren untersucht werden.

 

67.011
Maßnahmen zur energetischen Analyse und Rückgewinnung bei der Druckproduktion von Akzidenzen

Förderung:
Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie / Fogra

Das zentrale Projektziel ist die Erarbeitung einer Systematik zur Bewertung der Gesamtenergieeffizienz von Druckereibetrieben, wobei der Schwerpunkt vor allem auf der Analyse des Fertigungsprozesses liegt. Eine solche Systematik soll die Ableitung einer Checkliste zur Schwachstellenanalyse für Druckereien und eines Prüf- und Maßnahmenkatalogs zur Verringerung des Energiebedarfs und die Nutzung von Rückgewinnungspotentialen ermöglichen.

 

67.013
Verwertungsmöglichkeiten von Lastganganalysen für Umweltschutzmaßnahmen in der Druckbranche

Förderung:
Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie / Fogra

Aufgrund der Koppelung steuerlicher Erleichterungen an Energieeffizienzmaßnahmen sowie aufgrund der steigenden Energiepreise nimmt die sorgfältige Nutzung von Energie eine zentrale Position bei der Auswahl von Umweltschutzmaßnahmen ein.
In bisherigen Projekten hat sich angedeutet, dass sich durch zeitabhängige Stromlasten der beteiligten Anlagen deutliche Schwankungen des Leistungsbedarfs ergeben. Belastbare Daten hinsichtlich typischer Lastgänge von Druckdienstleistern sind zum derzeitigen Zeitpunkt nicht verfügbar. Methoden wie die Lastganganalyse oder das Lastmanagement, wie sie in anderen Industrien bereits eingesetzt werden, sind in der Druckindustrie mit überwiegend kleinen und mittleren Unternehmen aufgrund ihrer Komplexität in der Umsetzung derzeit noch kaum verbreitet.
In diesem Projekt sollen erstmals belastbare Informationen zu den Lastgängen und deren Dynamik insbesondere bei kleinen und mittleren Druckdienstleistern über Langzeitmessungen ermittelt und ausgewertet werden. Die Kenntnis von Lastgängen auf Unternehmens-, Prozess- und Anlagenebene bietet breit angelegte Verwertungsmöglichkeiten.
Es ist zu erwarten, dass die Ergebnisse des Vorhabens sowohl zur Verbesserung der Energiekostenstruktur (hierzu zählt auch die Inanspruchnahme von Steuererleichterungen) als auch zur Steigerung der Energieeffizienz speziell in den kleinen und mittleren Unternehmen beitragen können. Über dieses Vorhaben sollen Druckdienstleister in die Lage versetzt werden, ihre Wirtschaftlichkeit zu steigern und gleichzeitig negative Umweltauswirkungen zu verringern.

 





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