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Qualitätsbeurteilung von DeviceLink Farbtransformationen

Im Zuge des technischen Wandels und der Automation der letzten 5 bis 10 Jahre ist die inzwischen weitgehend digitale Verarbeitung von Farbe in der Druckindustrie im weitesten Sinne gut beherrschbar. Das Farbmanagement nach ICC (International Color Consortium), das 1993 auf Initiative der Fogra gegründet wurde, stellt mittlerweile eine ausgereifte technische Basis für die Aufbereitung von Druckdaten dar. Die darauf aufbauende Anwendung nationaler und internationaler Standards, die wichtige Parameter im gesamten Druckprozess definieren, ist die Voraussetzung für die konsistente Produktion von hochwertigen Druckerzeugnissen. Die Aufbereitung, d.h. die Separation, der Druckdaten mit Hilfe von ICC-Farbprofilen ist aufgrund der programmübergreifenden Verwendbarkeit der Profile und ihrer universellen Kombinierbarkeit bei Grafikern, Medienbetrieben und Druckereien weit verbreitet.

In geschlossenen, klassischen Produktionsumgebungen, in denen Auftrageber, Vorstufe und Druckerei die individuellen Druckparameter wie beispielsweise den Prüfdruck, das Auflagenpapier und die Druckfarbe genau kennen, können hochwertige Druckerzeugnisse produziert werden. Branchenstandards wie der ProzessStandard Offsetdruck und der MedienStandard Druck spielen hierbei eine wichtige Rolle, indem sie für jeden Produktionsschritt wichtige Parameter für die Qualitätsicherung definieren.

Medienneutrale Workflows sind im Vormarsch

Demgegenüber erfreuen sich medienneutrale Workflows, in denen die Daten erst am Ende der Prozesskette für den finalen Druckprozess aufbereitet werden, zunehmender Beliebtheit. Dieser Trend ist Folge der höheren Anforderung an eine Mehrfachnutzung von Daten in der immer schnelllebigeren und unter Kostendruck stehenden Druckindustrie. Vektor- und Bilddaten verbleiben im verfahrensneutralen Workflow in ihrem ursprünglichen Farbmodus und werden z.B. in einer PDF/X-4-Datei zum fertigen Layout montiert.

Fehlende Richtlinien für medienneutrales Arbeiten

Bis zum heutigen Tage gibt es allerdings weder Richtlinien bzw. Branchenstandards, welche die Prüfdruckerstellung von RGB-Daten definieren, noch gibt es Vorgaben und entsprechende Kontrollmittel, wie das Farbmanagement von technischen Tönen in Vektorgrafiken und Layoutelementen stattfinden soll. Vermeintlich einfache Aufgaben wie das Farbmanagement von grauen oder schwarzen Objekten funktionieren daher oft gar nicht oder fehlerträchtig.

Die Separation von schwarzem Text ist hierfür ein gutes Beispiel. Dieser wird in Office- Umgebungen wie z. B. Microsoft Word mit den RGB-Ansteuerungswerten R=G=B=0 hinterlegt. Anwendungsprogramme in der Druckvorstufe definieren schwarzen Text dagegen mit der Prozessfarbe Schwarz (K=100). Die Separation eines solchen Textes endet bei der Verwendung von ICC-Profilen gewöhnlicherweise in einem Buntaufbau (CMY - Cyan-, Magenta- und Gelbanteile anstatt reinem Schwarz).
Konventionelle Druckprozesse haben aufgrund ihrer nicht-idealen Registerhaltigkeit Probleme, derart feine Strukturen exakt übereinander zu drucken; es kommt zu farbigen Texträndern.
Bei der Wandlung von Verläufen sowohl in Grafiken als auch im Hintergrund von Bildern kann es ferner zu einem unerwünschten Schillern kommen. Dieses Problem tritt auch in traditionellen (verfahrensspezifischen) Workflows auf, wenn beispielsweise eine Grafik unmittelbar neben einem Bild montiert ist, wobei die Farbmanagementeinstellungen für Grafik und Bildobjekte getrennt voneinander erfolgen.

Schwachstellen des ICC-Farbmanagements

Die größte Schwachstelle des ICC-Farbmanagements mit Geräteprofilen ist allerdings der Verlust des für ein Bild charakteristischen Schwarzaufbaus, wenn bereits in vier Farben separierte Bilder für eine neue Druckbedingung aufbereitet werden müssen. Dies liegt daran, dass die Daten in einem Zwischenschritt auf den 3-dimensionalen CIELAB- bzw. CIEXYZ-Verbindungsfarbraum des ICC (PCS, profile connection space) abgebildet werden, bevor sie wieder für eine neue Druckbedingung mit 4 Farben separiert werden. Derartige Transformationen über einen 3-dimensionalen und damit separationszerstörenden Verbindungsfarbraum nennt man „klassische“ ICCFarbtransformationen .



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