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Definition des Softproofs

Der Begriff „Softproof“ wird in der Praxis oft mit unterschiedlicher Bedeutung gebraucht. Um eine Definition für dieses Forschungsprojekt, wie auch eine Basis für die Kommunikation außerhalb des Projekts, zu schaffen (z. B. Eintrag bei Wikipedia), wurde in Zusammenarbeit mit dem Projektbegleitenden Ausschuss und der Arbeitsgruppe „Softproof“ der Deutschen farbwissenschaftlichen Gesellschaft (DfwG) die folgende Definition entwickelt.

Definition: Softproof
Darstellung von Farbdaten auf einem Monitor oder Projektor mit dem Zweck, die Farberscheinung der durch die Daten beschriebenen Farben, für bestimmte Beleuchtungs- und Umfeldbedingungen, zu erzeugen.

 

Erläuterungen zum Softproof

Im Folgenden soll diese Kurzdefinition aus der Sichtweise der grafischen Industrie näher erläutert werden. Der „Softproof“ in der grafischen Industrie hat stets die Aufgabe, ein Original zu reproduzieren. Dieses Original kann beispielsweise ein farbverbindlicher Digitalprüfdruck sein, der den späteren Auflagendruck repräsentiert, d. h. simuliert (siehe Abbildung).

Softproof Arbeitsplatz

Ebenso kann das Original die durch die Datei beschriebene Farberscheinung selbst sein. Das beim Softproof nachzustellende Original muss also nicht physisch existieren. Der mögliche Verzicht auf ein solches physisches Original ist gerade eine wesentliche Eigenschaft des Softproofs. Entscheidend ist die farbrichtige (auch gleichwertig mit „farbgetreu“ bezeichnete) Darstellung der Daten.

Aus praktischer Sicht unterteilen die Anwender in der grafischen Industrie den Softproof häufig in zwei Fälle. Im ersten Fall hat der Softproof einen Bezug zu einem physischen Original, welches bereits besteht oder entstehen soll. Dies ist der typische Anwendungsfall, wenn eine bestimmte Ausgabebedingung – meist Druckbedingung – simuliert werden soll. Im zweiten Fall sollen die medienneutralen Bilddaten selbst, d. h. ohne Simulation einer (später möglichen) Ausgabe auf einem bestimmten Medium, farbgetreu dargestellt werden.

Aus technischer Sicht ist diese Unterscheidung nicht nötig, da es unwesentlich ist, welche Farbdaten auf einem Softproof-System dargestellt werden sollen. Das heißt. es gibt für die farbmetrische Genauigkeit der Softproof-Darstellung keinen Unterschied, ob die Daten medienneutral, d. h. noch nicht für eine spätere Druckbedingung aufbereitet (z. B. RGB), oder medienspezifisch (z. B. CMYK) vorliegen. Wichtig ist vielmehr, dass jedes Bildobjekt farbmetrisch charakterisiert ist. Hierzu hat sich die Nutzung des ICC-Profilformats durchgesetzt, das im weiteren Verlauf dieser Arbeit auch genutzt wird, um die Übereinstimmung der farbmetrischen Charakterisierung des Monitors zu den gemessenen Farbwerten zu bestimmen. Für den in dieser Arbeit nicht relevanten Fall, dass die Betrachtungsbedingungen zwischen Original und Wiedergabe stark voneinander abweichen, sind die sogenannten „Image States“ zu berücksichtigen.

Entscheidend für eine hohe Softproof-Qualität ist vielmehr das Zusammenwirken der einzelnen Komponenten in einem Softproof-System. Um die vom Anwender geforderte Bildqualität – eine farbtreue, stabile und reproduzierbare Softproof-Darstellung – zu erreichen, müssen die einzelnen Komponenten ihre Aufgabe innerhalb bestimmter Toleranzen erfüllen. Ziel dieses Forschungsprojekt ist die Entwicklung der entsprechenden Kriterien und Toleranzen für die einzelnen Komponenten und das Gesamtsystem. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Bewertung der Darstellungsqualität des Monitors.



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