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Drucktechnik

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Durchscheinen

Beim Durchscheinen handelt es sich im Gegensatz zum Durchschlagen um das rein optische Durchscheinen von gedruckten Elementen der Rückseite zur Vorderseite des Papiers. Das Durchscheinen tritt aber meist in Kombination mit dem Durchschlagen der Druckfarbe (siehe dort) auf und wird dann allgemein mit dem Begriff Rückseitenschwärzung beschrieben (Abb. 1).

Abbildungen (von links nach rechts)

Abb. 1: Durchscheinen beim Bedrucken von Dünndruckpapier.
Abb. 2: Wegen Durchscheinen reklamierter Druck.
Abb. 3: Vergleichsdruck aus der vorjährigen Produktion.

   


Mögliche Ursachen

Die Hauptursache für das Durchscheinen des Rückseitendrucks ist eine zu geringe Opazität (hohe Lichtdurchlässigkeit) des Papiers. Papiere mit hohem Zellstoffanteil haben gegenüber Papieren mit hohem Holzschliffanteil eine geringere Opazität und neigen demnach stärker zum Durchscheinen. Weiterhin kann der Füllstoffanteil im Papier einen wesentlichen Einfluss auf das Durchscheinen ausüben. Je höher dabei der Füllstoffgehalt ist, desto höher ist die Opazität und demnach umso geringer die Tendenz zum Durchscheinen.

Seitens der Druckfarbe kann das Durchscheinen durch eine sehr niedrige Viskosität der Druckfarbe begünstigt werden. Je dünnflüssiger die Druckfarbe ist, desto mehr dringt sie beim Bedrucken in das Papiergefüge ein und kann - speziell beim Einsatz von leichtgewichtigen, dünnen Papieren - zum Durchscheinen beitragen. Die Farbschichtdicke hat auch einen Einfluss auf das Durchscheinen. Bei Überfärbung bzw. entsprechend zu hoher Farbschichtdicke auf dem Papier wird die Tendenz zum Durchscheinen verstärkt.


Mögliche Abhilfen

Insbesondere beim Bedrucken von leichtgewichtigen Papieren ist darauf zu achten, dass Papiere mit möglichst hoher Opazität eingesetzt werden. Meist liegt für die Papierbestellung ein Angebotsmuster vor. Bei der Papierlieferung sollte dann dringend vor dem Druck das gelieferte Papier hinsichtlich der Opazität mit dem Angebotsmuster verglichen werden.

Die Viskosität der Druckfarbe sollte optimal auf das zu bedruckende Papier eingestellt werden. Auf Zusatzstoffe für die Druckfarbe, die eine Viskositätsverringerung bewirken, ist zu verzichten. Übermäßiges Emulgieren der Druckfarbe sollte vermieden werden, weil dadurch ebenfalls eine Verringerung der Viskosität stattfindet.

Durch regelmäßige Dichtekontrolle der Volltondichten kann die Gefahr der Überfärbung des Drucks vermieden werden.


Beispiele

Durchscheinen aufgrund zu geringer Opazität des Papiers:

Im Bogenoffset wurden Beipackzettel für Medikamente beidseitig einfarbig bedruckt. Die gesamte Auflage in der Höhe von 35.000 Bogen (70 cm x 100 cm) wurde nach der Auslieferung vom Pharmakonzern reklamiert, weil der Rückseitendruck auf der Vorderseite (bzw. auch umgekehrt) deutlich zu erkennen war (Abb. 2). Ein nicht beanstandetes Vergleichsmuster aus der vorjährigen Produktion zeigte dagegen wesentlich geringeres Durchscheinen (Abb. 3).

Dichtemessungen an in regelmäßigen Abständen gezogenen Bogen des Auflagendrucks bestätigten, dass die Druckbogen nicht überfärbt waren. Ein übermäßiges Emulgieren der Druckfarbe konnte nach visueller Begutachtung nicht festgestellt werden. Vergleichende Opazitätsmessungen zwischen der nicht beanstandeten und der beanstandeten Produktion belegten, dass das Papier der beanstandeten Produktion gegenüber der Vorjahres-Produktion eine um 6 %-Punkte geringere Opazität aufwies. Die Reklamationskosten mussten vom Papierlieferanten getragen werden, weil er nicht die vertraglich zugesicherte Papierqualität geliefert hatte.


Allgemeine Hinweise

Für den Reklamationsfall

Unbedrucktes Papier (ca. 20 Blatt DIN A4 eines jeden Stapels bzw. von jeder Rolle) bereitstellen.

Bedruckte Bogen sicherstellen.

Vergleichsdrucke bzw. Vergleichspapier sicherstellen.

Produktionsdaten protokollieren.


Ergänzende Literatur

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